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Aktivitäten mit den Esel —
Beispiel "Ruta del Estraperlo"
Im September 1998 organisierte die Horstmann-Stiftung eine Wanderung mit Eseln und Maultieren durch drei andalusische Provinzen. Fünf Tage auf der historischen Route der Schwarzhändler. Von der Sierra de María bis hinüber zur Sierra de Cazorla.

Rast in der Sierra de María
Mit dieser Wanderung durch drei andalusische Provinzen haben wir gegenüber Presse und Öffentlichkeit deutlich gemacht:
Die andalusischen Esel sind in ihrem Bestand gefährdet. Es ist dringend geboten, sich mit guten Ideen und praktischem Engagement dafür einzusetzen, dass den Eseln eine "neue Zukunft" geebnet wird.
Esel sind liebenswerte, sensible und kluge Tiere, die das Leben der Menschen enorm bereichern können.
Es ist eine ebenso interessante wie vergnügliche Erfahrung, mit Eseln durch die Landschaft zu wandern. Als Gefährten beim Wandern erweisen sich Esel als genügsam, ausdauernd und dankbar.
Durch unser Beispiel möchten wir künftig möglichst viele im Tourismus engagierte Personen, Initiativen oder Firmen dazu anregen, Wanderangebote mit Eseln zu konzipieren nd anzubieten. Wir sind davon überzeugt, dass dies in Andalusien durchaus perspektivreich ist.
Die von uns gewählte Route der Schwarzhändler, die durch drei Provinzen führt und zwei Naturparks miteinander verbindet, eignet sich beispielhaft für mehrtägige Wanderungen mit Eseln. Es wäre auch in unserem Sinne, wenn sich künftig noch mehr Gruppen dazu entschließen würden, organisierte Wanderungen mit Eseln auf dieser Route zu unternehmen.

Unterwegs durch die Ebenen der Provinz Granada
Die historische Route der Schwarzhändler
Vornehmlich in den 40er Jahren (nach dem Spanischen Bürgerkrieg) wurden wertvolle Landwirtschaftserzeugnisse wie Getreide, Bohnen oder Olivenöl aus den Gebirgsregionen der Sierra de Cazorla bis in die Küstenstädte der Provinzen Granada, Almería oder Murcia befördert, um sie dort mit erheblichem Gewinn zu verkaufen. Als Lasttiere dienten Maultiere und Esel. Der Transport und Verkauf dieser Landwirtschaftsgüter war für die kleinen andalusischen Bauern illegal, gefährlich und äußerst anstrengend. Jederzeit konnten die Bauern mit ihren Lasttieren von der Guardia Civil entdeckt werden, was schwere Strafen nach sich zog. Die kleinen Gruppen der Schwarzhändler zogen meist im Schutz der Nacht in Richtung Küste und folgten dabei Routen, die nicht von der Guardia Civil kontrolliert wurden.
Auf unserer Wanderung von Vélez-Blanco (Almería) nach Pozo Alcón (Jaén) folgten wir weitgehend der ehemaligen Route der Schwarzhändler. Dabei durchkreuzten wir weitläufige, nur dünn besiedelte, äußerst reizvolle Landschaften.
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